Eleanna Pitsikaki
Eleanna Pitsikaki entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für den Qanun, die sie seither lebt, atmet und mit der sie forscht und komponiert.
Eleanna Pitsikaki – im Auge des Qanuns
Sie hat sich als eine außergewöhnliche Musikerin etabliert, die in atemberaubendem Tempo durch die Hochschulen eilt, selbst an der Musikhochschule Mainz unterrichtet hat und nun dort promoviert. Ihre Arbeit geht über das Musizieren hinaus: Sie engagiert sich in transkulturellen Netzwerken und forscht zu den tiefen sozialen und kulturellen Bedeutungen von Musik – speziell des Jazz, den sie mit ihrem Qanun in neue Welten führt.
Aufgewachsen in Kreta, „wo Sonne und Meer Legenden gebären“, fand Eleanna ihre wahre Liebe zu einem Instrument, das weder zu den Weißen Bergen noch zu den kretischen Festen gehört. Früh verband sie die Klänge der byzantinischen Musik mit den Wegen des osmanischen Maqam, bevor sie sich der Welt der Jazz-Improvisation widmete. Ihr Genre, das sie selbst als „transkulturellen Jazz“ bezeichnet, ist ein kreatives Zusammenspiel von Tradition und Moderne.
In ihrem Debütalbum „Aroma“, das bei TIMEZONE RECORDS erschien, bringt Eleanna Pitsikaki diese vielfältigen Einflüsse zu einem warmen, emotionalen Erlebnis. Dieses Album ist eine Hommage an die Fusion von Jazz, mediterranen Klängen und experimenteller Freiheit – eine Reise durch Erinnerungen, Identität und Gefühl, die die Essenz der Künstlerin widerspiegelt: authentisch, tief und leidenschaftlich. Kritiker:innen bezeichnen Eleanna Pitsikaki als die „Neuentdeckung“ im Jazz, der es mit ihrer Band gelingt, den Eindruck zu erwecken, als habe der Qanun von jeher seinen Platz im Jazz.
Schwebende Rhythmen und schlüssige, innovative Arrangements, verbunden mit Improvisation, machen diese jazzigen Kompositionen zu einem NOVUM, wobei der Qanun aus einer traditionellen Improvisation stammt. In der Wechselwirkung Qanun, (Eleanna Pitsikaki), Kaval (Vladimir Dindiryakov), Keyboards (Lukas Ebner), Drums (Sammuel Wahllandt) und Bass (Marvin Kollmann) trifft Tradition auf Gegenwart.
Authentisch spürbare mediterrane Einflüsse verleihen dem Werk zwischen Jazz-Improvisation und Maqamstrukturen „Sinnlichkeit, Tiefe und Poesie“. Die Farbe des Jazz ist weiblich. Und der Jazz spiegelt das Leben, dem er entstammt.